In der wallonischen Provinz liegt das wunderbare Château de la Forêt. Das ab 1860 im – von der englischen Spätgotik inspirierten – Neo-Tudor Stil errichtete Herrenhaus mit seinen mehr als einhundert Fenstern begeistert durch seine marmorne Eingangshalle, die langen Flure in den Obergeschossen und die zahlreichen zurückgelassenen Spielzeugen und Einrichtungsgegenständen. Leider schreiten nicht nur Vandalismus, sondern auch natürlicher Verfall schnell voran. So bricht im zweiten Obergeschoss der Putz von fast allen Decken und die Feuchtigkeit breitet sich in allen Räumen aus. Gerüchten zufolge scheitern Nutzung und Sanierung an der andauernden Uneinigkeit der Erbengemeinschaft und so scheint das Anwesen unrettbar verloren.   ---   Update Dezember 2015: Nur wenige Wochen nach meinem Besuch wurden die Türen des Schlosses mehrere Wochenenden für Interessenten geöffnet. Anfang Dezember wurden das Schloss und die umliegenden Ländereien (ca. 62 Hektar) zwangsversteigert. Ein belgischer Geschäftsmann hat für 1,4 Mio. Euro den Zuschlag erhalten und plant wohl eine Sanierung des Anwesens.